
N.O.T. Kolbermoor Bürgerinitiative
Wir wehren uns gegen die Planung und Realisierung eines elf Fußballfelder großen Bauprojektes im Kolbermoorer Nordosten, gegen die damit verbundene Umweltzerstörung und Flächenversiegelung, gegen die weitere Zunahme des Autoverkehrs, gegen fortdauernd ungelöste Probleme mit Oberflächen- und Bodenwasser sowie Kanalisation, gegen die „Zwangsbeglückung“ mit einem „identitätsstiftendem Quartierszentrum“ und und und…
Bürgerentscheid am Sonntag, den 19.04.
Kolbermoor hat die Wahl: Am Sonntag, den 19.04.2026, findet der Bürgerentscheid statt! Wir bitten alle Kolbermoorer und Kolbermoorerinnen diese Möglichkeit zu nutzen, um ihre Stimme abzugeben. Gewählt werden kann in den Kolbermoorer Wahllokalen oder per Briefwahl!
Aktuell: BI N.O.T. Kolbermoor im Gespräch mit den Bürgermeisterkandidaten
Zur anstehenden Stichwahl haben wir uns mit den beiden Stichwahlkandidaten zur Bürgermeisterwahl Leonhard Sedlbauer (CSU) und Thomas Rothmayer (Parteifreie) zum Bürgerentscheidam 19.04. unterhalten. Über die Buttons sind die Interviews abrufbar:
41 Gründe für den Flächenerhalt
Die wichtigsten Argumente gegen das geplante Bauvorhaben – gegliedert nach Themenbereichen.
Jeder Punkt kann einzeln geöffnet werden. Im Dropdown finden Sie jeweils den vollständigen Originaltext.
Natur & Klima
Flächenerhalt, Artenvielfalt, Biotope, Hitzeentwicklung und langfristige Bedeutung unversiegelter Böden.
1 Weil Kolbermoor mit Abstand die am dichtesten besiedelte Stadt im Landkreis ist!
Der noch amtierende Bürgermeister führte zu Beginn der Planung 2024 die Prognose des Landesentwicklungsplans an, um die weitere Ausweisung von Baugebieten zu rechtfertigen. Kolbermoor hat aber heute schon die Entwicklungsprognosen der Bevölkerung für 2030 erreicht. Wo soll Kolbermoor noch hinwachsen? Unabhängig davon geht der Trend der Bevölkerungszahlen in Deutschland trotz Zuwanderung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nach statistischen Prognosen stetig nach unten.
2 Weil es in Kolbermoor nur noch wenige Wiesen gibt!
3 Weil ein geschütztes Biotop gefährdet wird bis hin zur möglichen Vernichtung!
4 Weil wir Fledermäuse, Vögel, Igel, Lurche und Frösche, Blindschleichen und Ringelnattern, Salamander und Eidechsen, Rehe usw. behalten wollen!
5 Weil kein neues Biotop „geschaffen“ wird! Auch nicht 3 %!
8 Weil Kolbermoor sich im Sommer nicht noch weiter aufheizen darf!
9 Weil man eine Verdunstungswiese nicht entwässern und versiegeln darf!
10 Weil in Zukunft entsiegelt werden muss!
16 Weil unsere Kinder und Enkel auch noch landwirtschaftliche Flächen brauchen werden!
30 Weil man die Unterlieger seit Jahren wirklich schützen könnte!
Baugrund & Wasser
Seeton, Entwässerung, Kanalisation, Grundwasser, Setzungen und Hochwasserrisiken.
6 Weil es sich um ausnehmend schlechten und kaum tragfähigen Baugrund handelt!
7 Weil die Kanalisation jetzt schon überlastet ist!
27 Weil das Entwässerungskonzept mangelhaft ist!
35 Weil immense Haftungsrisiken drohen, die im Zweifel an der Bürgerschaft hängen bleiben!
39 Weil die Hochwassergefahr für Kolbermoor insgesamt zunimmt!
Wohnen & Stadtentwicklung
Kommunaler Wohnungsbau, Alternativflächen, tatsächlicher Nutzen und Rolle Kolbermoors in der Region.
11 Weil das Argument umfassenden kommunalen Wohnungsbaus nicht verfängt!
13 Weil es nicht vorrangig um sozialen Wohnungsbau geht!
14 Weil die Stadt Kolbermoor nicht die Probleme der Region lösen kann und auch nicht muss!
15 Weil wir noch andere ausgewiesene Baugebiete haben, sogar im städtischen Eigentum!
21 Weil sich Leute, die „die Stadt am Laufen halten“, diese Wohnungen wegen der hohen Nebenkosten nicht werden leisten können.
22 Weil sich eventuell auch die Stadt diese Wohnungen zum Großteil nicht wird leisten können!
24 Weil es nicht Aufgabe der Stadt ist, fehlende Investitionen privater Träger zu beheben!
25 Weil es keine Wohnungen für Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger sind!
Verkehr & Infrastruktur
Zufahrten, Schulwege, Mobilitätskonzept, bestehende Überlastung und Infrastrukturfolgekosten.
19 Weil die Erschließung nicht gesichert ist!
20 Weil Konzepte für Mobilität der Zukunft nicht „verordnet“ werden können!
23 Weil ein weiterer Kindergarten für Kolbermoorer Bürger nicht erforderlich ist!
28 Weil man Fehler der Vergangenheit nicht durch neue Fehler korrigieren kann!
29 Weil eine problematische Situation nicht durch ihre Verschärfung gelöst wird!
36 Weil ganz Kolbermoor schon unter der hohen Bevölkerungsdichte leidet!
40 Weil enorme Infrastrukturfolgekosten auf uns zukommen!
Kosten & Risiken
Wirtschaftliche Interessen, Finanzierung, Erschließungskosten, Haushaltsrisiken und Projektfolgen.
12 Weil es im Wesentlichen um Investoren- und Eigentümerinteressen geht!
18 Weil ein Andy-Scheuer-Problem droht!
26 Weil die Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger für die Erschließung zahlen!
37 Weil es zur Hochverschuldung von Kolbermoor führen könnte!
38 Weil Hochglanzprospekte keine Probleme lösen!
Transparenz & Demokratie
Bürgerbeteiligung, Offenlegung, Planungshoheit, Interessenkonflikte und Vertrauen.
17 Weil das Planungskonzept nicht unabhängig ist!
31 Weil die Bürger selbst entscheiden sollen, wie sich ihre Stadt entwickeln könnte!
32 Weil Bürgerinnen und Bürger nicht bevormundet werden wollen!
33 Weil Transparenz des gesamten Projekts fehlt!
34 Weil der Bauträger in seinen anderen Projekten Dinge versprochen hat, an die er sich nicht hält!
Haimhausen: Der Bauträger verspricht die Aufwertung des Areals Schlossbrauerei zugunsten von Wohnraum unter Würdigung des Denkmalschutzes für und Herausstellung von Sudhaus und Schlossklause mit Klausenkapelle. Der Aufstellungsbeschluss ist inzwischen verabschiedet. Jedoch gibt es deutliche Kritik des Denkmalamtes wegen der Pläne zur massiven Bebauung, die die Denkmäler nicht mehr ausreichend priorisiert.
Winklbauerhöfe/Holzkirchen: Auf einem Dorfanger von etwa einem Zehntel der hiesigen Fläche inmitten von Einfamilienhäusern wird ein Projekt umgesetzt, das den Bau von etwas mehr als 70 Wohneinheiten vorsieht. Die Anwohner beklagten in der „Bürgerbeteiligung“ die Massivität des Projekts genauso wie die unzureichende Anbindung. Am Ende wurden es noch mehr Wohnungen, als zum Zeitpunkt der „Bürgerbeteiligung“ vorgesehen. Davon sollte die Stadt neun Wohnungen erhalten, die sie wegen ausbleibender Fördermittel nicht bezahlen konnte. Das bedeutete ein Haushaltsloch von 3 Mio. €.
41 Fazit: Weil wir unsere Stadt nicht verkaufen, sondern bewahren wollen!
Unser Bestreben ist eine Rückbesinnung auf eine gelungene und weiter gelingende Stadtentwicklung unter wirklicher Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger durch eine Pause, in der die Situation neu bewertet werden kann. Unsere Hoffnung ist ein erfolgreicher positiver Bürgerentscheid.
EINMAL VERSIEGELT, FÜR IMMER VERLOREN!
DESHALB: JA ZUM FLÄCHENERHALT!
Einmal versiegelt, für immer verloren.
Der Flächenerhalt ist aus unserer Sicht keine Verweigerung von Entwicklung, sondern eine Entscheidung für Augenmaß, Lebensqualität, Natur, Transparenz und verantwortungsvolle Stadtplanung.
Worum geht es uns?
Wir haben die Interessengemeinschaft “Nord-Ost-Team” gegründet, weil uns das von Bürgermeister Kloo und dem Bauträger (“Max von Bredow Baukultur”) im Stadtrat, im OVB und bei einem Online-Meeting angekündigte “Neue Quartier im Nordosten von Kolbermoor” direkt betrifft.
Wir wollen, dass damit einhergehende Probleme und Schwierigkeiten schon im Vorfeld berücksichtigt, bearbeitet und beseitigt werden. Dazu machen wir uns Gedanken, wir sorgen uns, wir fragen die Vertreter der Stadt und des Bauträgers und werden Antworten dazu einfordern, kritisch betrachten und beurteilen. Wir wollen unsere Gedanken und Informationen zu allen Planungen und Auswirkungen den interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern des Kolbermoorer Nordostens zur Verfügung stellen, wollen Antworten von den verantwortlichen Planern und werden uns über diese Webseite, unsere Newsletter und mit dem Rückhalt vieler Nachbarn und Sympathisanten dann auch öffentlich Gehör verschaffen.

12 Gründe, warum wir das Quartier Nord-Ost ablehnen
Welche Probleme ergeben sich?

Verkehr
Es gibt nur eine einzige Nord-Süd-Achse für den gesamten Kolbermoorer Nord-Osten (Flurstr./Filzenstr./Kolberstr.) und eine kleine Verbindung über die Bergstraße in Richtung Westen. Diese Straßen sind schmal und bereits jetzt deutlich überlastet. Durch die geplante Bebauung ist mit einer weiteren Zunahme des Verkehrs zu rechnen, jedoch ist die aktuelle Situation bereits mehr als problematisch. Die Fürstätter Straße als unmittelbare Zufahrt in das Planungsareal ist ebenfalls bereits jetzt für die bestehende Situation nicht ausreichend. Weiterhin trägt auch die Karolinenhöhe auf Grund des Seetons keinen dauerhaften Schwerlastverkehr.

Oberflächen- & Bodenwasser
Der Seeton, welcher im Planungsareal die Bodensituation bestimmt, ist berüchtigt dafür, dass hier kaum Regenwasser versickert. Folge davon ist, das sich sowohl an der Oberfläche als auch im Boden das Wasser sammelt und in die Keller vieler Häuser eindringt. Das gilt insbesondere für die Häuser am Hang der Karolinenhöhe und darunter (unter anderem Sudetenstraße und Am Graben), vor Allem bei Stark- und Dauerregen. Diese Problematik ist schon lange bekannt. Inwieweit die dabei angedachten Rückhaltebecken bei gleichzeitiger großflächiger Versiegelung Entspannung der Situation bringen, bleibt eine offene Wette.

Versiegelung
Es ist bekannt, dass durch die Versiegelung größerer Flächen, insbesondere bei moorähnlichen Arealen, ungünstige Effekte des Klimawandels noch weiter verstärkt werden. Auch ist eine deutliche Aufheizung des Kolbermoorer Nord-Ostens im Sommer zu erwarten. Genau aus diesen Gründen hat sich auch die Bayerische Staatsregierung dazu verpflichtet, den Flächenfraß zurückzufahren, statt ihn immer weiter ausufern zu lassen. Durch das geplante „Nord-Ost-Quartier“ wird jedoch genau gegenteilig gehandelt.

So können Sie uns unterstützen
Möchten Sie die Arbeit der Bürgerinitiative N.O.T. Kolbermoor unterstützen, können Sie gerne in die Bürgerinitiative eintreten. Nehmen Sie hierfür einfach Kontakt zu uns auf.
Auch freuen wir uns über Spenden, mit denen wir die Arbeit der Bürgerinitiative finanzieren können. Bitte beachten Sie dabei, dass die Spenden nicht steuerlich abzugsfähig sind, da wir weder ein eingetragener Verein noch eine politische Partei sind.
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